Es kam ein Mann im Regenwetter…

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Artikel von Adrian Schneider

„Es kam ein Mann im Regenwetter, der nichts von diesem Ort wusste. (…) Mein Nachfolger, der ein sehr sozialer Typ ist, und ich, wir waren beide da und haben uns gefreut. Wir holten ihn rein… Er hatte ein schmerzendes Knie, also mussten wir einen Arzt finden und ihn versorgen. Er blieb vier Tage, und um es nicht zu lang zu machen: Er schrieb ins Gästebuch, dass er unterwegs war um sich selbst und seinen Glauben zu finden, er wisse aber noch nicht, ob er seinen Glauben schon gefunden habe, aber er habe einen neuen Glauben an die Menschen gefunden. Das war ein schönes Erlebnis.“

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*Der schlaue Runenstein – Stabkirchen und Baukunst – Spiegel von identitätskonstruktivem Synkretismus?

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Artikel von Björn Griebel

Stabkirchen & Baukunst – Spiegel von identitätskonstruktivem Synkretismus?

Heidnische und vermeintlich heidnische Darstellungen an norwegischen Bauwerken

Noch immer identifiziert und definiert sich Norwegen über seine mittelalterliche- und vormittelalterliche Vergangenheit. Das sogenannte Erbe der Vikinger dient als Konglomerat mannigfaltiger und grob definierter Attributionen der Zementierung eines Selbstbildnisses im In- und Ausland. Unklar bleiben die Nuancen, die tatsächlichen Eigenschaften, welche die Norweger_innen im Selbst- und Außenbild durch dieses Ahnenerbe von anderen Nationen zu unterscheiden haben. Hierbei geht es um mehr als nur die bloße Tatsache einer differenten Position im Potpourri historischer Ereignisse. Die Geschichte ist nicht nur die Geschichte ungekannter Ortsansässiger aus längst vergangenen Tagen, es ist eben die Geschichte von heroischen und heroifizierten Volksgenossen, einstigen Verwandten, deren Glanz im heutigen Norwegen noch zu schimmern scheint und deren vermeintlich typische Eigenschaften, so man dieses Erbe nicht der Vergessenheit preisgibt, sich für die Menschen verfügbar halten lassen.

„Borg Bryggerier ble etablert i 1855. Vikingen er vårt symbol på stolthet og uavhengihet[…]“[1] Wie das folgende Beispiel anschaulich zeigt, variiert die Symbolik nicht nur in den Möglichkeiten der in alte Zeiten zugedachten persönlichen Charakteristika, sondern die Identifikation mit der Vikinger- und Vorvikingerzeit bedient sich auch stets, und scheinbar ebenso beliebig, religiöser Symboliken: Weiterlesen

*Der schlaue Runenstein – Heidnischer Kult und Opferbräuche im vorchristlichen Skandinavien

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Artikel von Björn Griebel

Wenn vom germanischen Heidentum die Rede ist, und ganz besonders vom nordgermanischen Heidentum, so kommt schnell die Frage auf, was diesen Glauben neben dem Polytheismus noch ausmacht. Das germanische Heidentum begründete sich ebenso auf die Notwendigkeit von Opferriten, Ahnenverehrung und magischem Kult. Dass die Opfervorgänge nicht nur äußerst komplex und bisweilen sehr grausam von Statten gingen, sondern auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllten, wird beim Studium des Themas ebenso schnell deutlich. Dieser Artikel gibt eine rasche Übersicht und erste Einblicke in den Opferkult des heidnischen Skandinaviens. Weiterlesen